Am Samstag, 17. Oktober 2026, nahm die Löschgruppe Hünningen erneut am Schanzenlauf an der Heini-Klopfer-Skiflugschanze in Oberstdorf teil. Vier Kameraden machten sich mit dem neuen Mannschaftstransportfahrzeug (MTF) auf den Weg ins Allgäu, um sich dieser besonderen sportlichen Herausforderung zu stellen.

Der Schanzenlauf verlangt den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einiges ab: Mehr als 1.000 Stufen, 207 Höhenmeter und eine Laufstrecke von 412 Metern müssen bewältigt werden. Insgesamt gingen rund 300 Teams an den Start.

Die Teilnehmenden tragen dabei rund 25 Kilogramm Ausrüstung und absolvieren den Aufstieg mit einem Atemschutzgerät. Dabei wird zwischen zwei Kategorien unterschieden:

  • „Mit PA“: Die Teilnehmer laufen mit Atemschutzgerät, angelegter Atemschutzmaske und angeschlossenem Lungenautomaten.
  • „Ohne PA“: Die Teilnehmer tragen ebenfalls das Atemschutzgerät, laufen jedoch ohne Maske.

Beide Kategorien erfordern eine gute körperliche Fitness, Ausdauer und Durchhaltevermögen. Auch im Feuerwehralltag ist körperliche Fitness für Atemschutzgeräteträger unverzichtbar.

Die Löschgruppe Hünningen war in beiden Kategorien vertreten. Nick Bart und Nik Feldmann stellten sich der Herausforderung in der Kategorie „mit PA“, während Niklas Kost in der Kategorie „ohne PA“ antrat. Da Luis Feldmann kurzfristig ausfiel, wurde er durch eine Kameradin der Feuerwehr Deizisau aus Baden-Württemberg begleitet. So ergab sich zugleich die Gelegenheit, sich gemeinsam für das Gruppenfoto aufzustellen.

Neben der sportlichen Herausforderung steht beim Schanzenlauf vor allem die Kameradschaft im Mittelpunkt. Die Veranstaltung bietet jedes Jahr die Möglichkeit, Feuerwehrangehörige über Orts- und Landesgrenzen hinaus zu treffen, Erfahrungen auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen. Diese Gemeinschaft macht den Schanzenlauf zu einem besonderen Erlebnis, das weit über die sportliche Leistung hinausgeht.

Nach dem vorzeitigen Abbruch der Veranstaltung nutzten die Kameraden aus Hünningen die verbleibende Zeit, um mit der Gondel auf das Fellhorn zu fahren und anschließend zum Gipfelkreuz zu wandern.

Leider nahm der Schanzenlauf in diesem Jahr eine traurige Wendung. Nach dem tragischen Tod eines Teilnehmers wurde die Veranstaltung vorzeitig abgebrochen. In diesem Moment rückten die sportliche Herausforderung und die schönen Begegnungen des Tages in den Hintergrund.

Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen, Freunden sowie den Kameradinnen und Kameraden des Verstorbenen. Ihnen gilt unser aufrichtiges Mitgefühl in dieser schweren Zeit.!