Eure Sicherheit

 

Insgesamt müssen jährlich rund 100 Feuerwehreinsätze in Ense abgearbeitet werden.

Doch der Notfall kann vorgebeugt werden! Ob Brandschutzerziehung, Rauchmelder, Rettungsgasse oder Warn-Apps: Hier findet ihr alle Maßnahmen und Ressourcen, die im Notfall braucht und Infos, damit ihr erst gar nicht die 112 wählen müsst.

Was ist zu beachten?

Das solltest du im Notfall beachten!

In die Situation, einen Notruf absetzen zu müssen, kommen die meisten Menschen zum Glück nicht sehr oft. Entsprechend überfordert sind dann aber auch viele mit dem Anruf bei der 110 oder der 112. Deshalb ist es für die Leitstelle besonders wichtig, dass ein paar Grundregeln beachtet werden.
  • Ruhe bewahren!
  • Alarmiere den Notruf 112/110 oder sende ein Notruf-Fax.
  • Rette, lösche, hilf, warne andere Personen.
  • Entferne dich von der Situation, bevor du dich selbst in Gefahr bringst.

Nummern

Alle wichtigen Rufnummern im Überblick

  • FEUERWEHR:  1 1 2
  • RETTUNGSDIENST:  1 1 2
  • POLIZEI:  1 1 0
  • GIFTNOTRUF: 0228 / 19 240
  • ÄRTZTLICHER NOTDIENST: 02921 / 11 61 17 – KlinikumStadtSoest, Senator-Schwartz-Ring 8, Soest

Notruf-Fax

Für Menschen mit eingeschränkten Sprach- und Hörfähigkeiten

Für Menschen mit Hör- und/oder Sprechbehinderung wurde das sogenannte Notruffax entwickelt. Wir empfehlen, einige Exemplare gleich griffbereit und mit Namen und Adresse vorausgefüllt neben das Faxgerät zu legen und die Notfallfaxnummer nach Möglichkeit als Kurzwahl in das Faxgerät zu programmieren. Zumindest aber bringe die Faxnummer gut sichtbar in der Nähe des Gerätes an!
  • Notfall-Fax für Feuerwehr und Rettungsdienst: 02921 / 38 00 099
  • Notfall-Fax für die Polizei: 02921/ 91 00 54 99

Wichtig: 5W

Wo? Wer? Was? Wie? Warten!
Die 5 W-Fragen erleichtern den Disponenten in der Leitstelle Informationen über den Notfall zu bekommen. Diese Fragen können vom Disponenten in unterschiedlichen Reihenfolgen abgefragt werden.
  • Wo ist der Einsatzort? Je genauer, desto besser! Dazu gehören: Straße, Hausnummer, Stockwerk, gegebenenfalls weitere Besonderheiten, zum Beispiel Rückgebäude, Spielplätze, markante Punkte in der Umgebung. In vielen Leitstellen gibt’s die Möglichkeit den Standort über WhatsApp mitzuteilen.
  • Wer spricht? Nenne deinen Namen. Habe keine Angst, deinen Namen zu nennen, es ist gut, dass du Hilfe holst.
  • Was ist passiert? Beschreibe den Vorfall so genau wie möglich. Handelt es sich um einen Verkehrsunfall, einen Brand, eine plötzliche Erkrankung oder etwas anderes?Das hilft, die richtige Art von Hilfe zu koordinieren, sei es Feuerwehr, Polizei oder Rettungsdienst. Details wie „bewusstlose Person“, „starker Rauch“ oder „schwerer Verkehrsunfall“ geben wichtige Hinweise auf die Dringlichkeit und Art des Einsatzes.
  • Wie viele Personen sind betroffen? Sollte es Verletzte geben, ist es wichtig, dass du die genaue Anzahl nennst. Das hilft, die erforderlichen Ressourcen und Einsatzkräfte zu planen. Falls möglich, beschreibe auch den Zustand der Betroffenen (z. B. „eine bewusstlose Person“, „zwei leicht Verletzte“). Je genauer diese Infos, desto besser können sich die Rettungskräfte vorbereiten.
  • Warten auf Rückfragen! Sobald du den Notruf abgesetzt hast, leg nicht gleich wieder auf. Unter Umständen hat die angerufene Leitstelle Rückfragen zu den einzelnen Angaben. Beende niemals das Gespräch von dir aus, das übernimmt der Disponent.

110 oder 112?

Wen muss ich anrufen?
Mit der 110 erreichst du den Notruf der Polizei und mit der 112 die Feuerwehr. Generell gilt, wer sich im Zusammenhang mit einer Gefahrenlage oder mit einer Straftat in einer Notsituation befindet oder Zeuge einer solchen Situation wird, sollte den Polizeinotruf 110 wählen.

Ist in einer Notfallsituation dringend medizinische Hilfe nötig oder muss eine Person aus einer Gefahrenlage befreit werden, zum Beispiel nach einem Einbruch ins Eis, ruf die 112 an. Bei einem Verkehrsunfall mit verletzten Menschen solltest du auch immer zunächst die 112 rufen, damit der Rettungswagen oder die Feuerwehr so schnell wie möglich zum Ort des Geschehens geschickt werden kann.

NINA

Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes

Die Warn-App NINA ist ein schneller und effizienter Weg zum Schutz der Bevölkerung. Für die zuständigen Behörden des Zivil- und Katastrophenschutzes ist sie ein wichtiger Informationskanal, die Menschen über Gefahren zu informieren und gleichzeitig konkrete Verhaltenshinweise zu geben.

Neben der Warnfunktion bietet die Warn-App NINA auch grundlegende Informationen und Notfalltipps zu Themen des Bevölkerungsschutzes an.

 

Drei Gründe, warum du die Warn-App nutzen solltest:

  • Du kannst mit NINA alle Warnmeldungen, die über das Modulare Warnsystem (MoWaS) herausgegeben werden, Wetterwarnungen des DWD und Hochwasserinformationen empfangen – alles über eine App.
  • Du wirst aktiv über aktuelle Gefahren informiert, denn die Push-Funktion von NINA macht dich auf neue Warnungen aufmerksam.
  • Verhaltenshinweise und allgemeine Notfalltipps von Experten helfen dir dabei, dich auf mögliche Gefahren vorzubereiten. So kannst du dich und andere besser schützen.

Üben für den Notfall!

Brandschutzerziehung in

  • Grundschulen
  • Kindergärten
  • Pflegeheimen
  • Familien- und Senirorenzentren.

Neben der Gefahrenabwehr ist laut $3 BHKG die Brandschutz- Erziehung und Aufklärung eine wichtige Aufgabe der Feuerwehr. So besuchen die jeweiligen Löschgruppen über das ganze Jahr hinweg alle Kinder in den verschiedenen Einrichtungen im gesamten Gemeindegebiet.

Bei den Terminen wird den Kindern zum einen die Angst genommen zu handeln und zum anderen vermittelt, wie sie sich im Notfall verhalten sollen, wie man im Falle eines Brandereignisses am besten handelt und was bei einem Notruf bei der 112 eigentlich passiert und gefragt wird. Hierzu rüsten sich die Feuerwehrleute zeitweise auch komplett mit ihrer Schutzkleidung und dem sogenannten Atemschutzgerät aus, um den Kindern die Angst vor den „komischen“ Geräuschen und ungewohnten Situationen zu nehmen. Der Inhalt der Vorträge und der Umgang ist natürlich immer kindgerecht und dem Alter und den Situationen angepasst.

 

 

 

 

Vorbereitungen

für einen großflächigen Stromausfall

 

Unser Alltag ist stark abhängig von Strom und Gas. Wenn diese ausfallen, hat das große Auswirkungen. Durch die aktuellen Krisen ist ein flächendeckender Stromausfall in den Bereich des Möglichen gerückt – auch wenn so ein Szenario nach wie vor unwahrscheinlich ist.

  • Beleuchtung: Taschenlampe und Ersatzbatterien, Kerzen mit sicherem Kerzenständer oder Campinglaterne, Zündhölzer oder Feuerzeug, Stirnlampe für Arbeiten, bei denen man die Hände frei haben möchte
  • Kommunikation: batterie-, kurbel-, solarbetriebenes Radio mit DAB+ und UKW, Ersatzakkus für das Radio
  • Wärme: ausreichend Schlafsäcke bzw. warme Decken für die ganze Familie, wenn Ofen vorhanden: ausreichend Brennstoff
  • Ernährung: ausreichend Wasser für Bewohner (2 Liter pro Tag und Person), Babynahrung bei Säuglingen und Kleinkindern „ Gaskocher zum erhitzen, ausreichend Dosengerichte und lang haltbare Lebensmittel, die einfach auf Gaskochern zuzubereiten sind
  • Gesundheit: dealerweise Vorrat an Medikamenten für mehrere Tage, sofern Strom zur Versorgung medizinischer Geräte benötigt wird: Notstrom
  • Haus- und Nutztiere: Stromversorgung für Pumpen, Melkmaschinen, Fütterungen usw.
  • Notstrom: evtl. mit den Nachbarn bzw. der Familie ein Notstromaggregat anschaffen

Anlaufstellen

In einer Notsituation könnt ihr an den gekennzeichneten Anlaufstellen zu jeder Zeit Hilfe anfordern!

Bitte bereitet euch auf einen möglichen Stromausfall vor. Der Aufwand im Vorfeld ist sehr überschaubar, der Nutzen kann im Falle eines Stromausfalls lebensrettend sein! Weitere Informationen findet ihr auf der Homepage des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), des Kreises Soest und der Gemeinde Ense.

 

Die Gemeinde Ense hat in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Ense das kreisweit einheitliche Konzept wie folgt umgesetzt:

  • Zentraler Leuchtturm:
    Feuerwehrhaus Bremen – hier sind die Einsatzleitung der Feuerwehr, eine Einsatzabteilung der Feuerwehr (reduzierter Zug), die Polizei, der Rettungsdienst und das DRK stationiert. Nur von hier wird die Kommunikation mit dem Kreis Soest aufrecht gehalten.
  • Leuchttürme
    Hier ist die Feuerwehr mit einer reduzierten Gruppe oder Staffel stationiert. Von hier wird über Funk die Kommunikation mit dem zentralen Leuchtturm sichergestellt, um in Notsituationen möglichst schnell helfen zu können.
  • Notaufenthaltsort
    Schützenhalle Bremen – hier können in Not geratene Menschen aufgefangen und von freiwilligen Helfern betreut werden. Bitte beachtet, dass auch die Verwaltung, die Feuerwehr und die Rettungskräfte im Krisenfall nur eingeschränkt handlungsfähig sind. Der Notaufenthaltsort ist daher nur für Personen vorgesehen, die sich selbstständig nicht versorgen können.