05.04.2019: Wehrübung an der Fürstenbergschule

Freitag, 5. April, wurden um 15.03 Uhr alle Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr Ense zur Fürstenbergschule nach Hünningen gerufen. Im Rahmen einer Wehrübung wurde eine Verpuffung im Keller der Schule angenommen.

DRK Ense

Die ersteintreffende Löschgruppe Hünningen fand eine starke Verrauchung des Gebäudes vor und stellte fest, dass sich noch Personen im Keller befanden. Sofort wurde mit der Menschenrettung begonnen.

Mit den nach und nach eintreffenden Löschgruppen vergrößerte sich die Lage. So wurden über einen weiteren Zugang auf der Rückseite des Gebäudes die vermissten Menschen gerettet. Als Statisten dienten hier einige Mitglieder der Jugendfeuerwehr. Neben der Wasserentnahme aus dem Hydrantennetz wurde damit begonnen, eine Wasserentnahme aus der Ruhr bei Haus Füchten herzurichten. Der Schlauchwagen verlegte eine 1,3 Kilometer lange Schlauchleitung, um für genügend Wasser an der Einsatzstelle zu sorgen.

Ein weiterer Schwerpunkt der Übung lag im Zusammenspiel mit weiteren Rettungsorganisationen. Neben der Freiwilligen Feuerwehr Ense wurde auch das DRK zur Hilfe gerufen. Das DRK richtete die Patientenablage her und versorgte die geretteten Personen. Im Laufe der Übung waren dies insgesamt acht Personen.

Der Bereitstellungsraum wurde von der Freiwilligen Feuerwehr Wickede organisiert. Der Bereitstellungsraum befindet sich etwas entfernt von der Einsatzstelle. Die eintreffenden Fahrzeuge melden sich dort an und werden von hier aus bedarfsgerecht zur Einsatzstelle beordert.

Wehrübung

Auch Bürgermeister Hubert Wegener kam zur Einsatzstelle, um sich ein Bild von der Einsatzlage zu machen. Am Einsatzleitwagen informierte er sich über den Stand der durchzuführenden Menschenrettung.

Nachdem das Szenario abgearbeitet war, fand eine Reflektion im Gerätehaus in Bremen statt. Dort wurden die  eingeleiteten Maßnahmen sowie die gewählten Taktiken und Techniken besprochen und das Zusammenspiel der einzelnen Einheiten bewertet.

Wehrführer Andreas Düser zog ein positives Fazit. Letztlich diente die Übung auch zur Überprüfung der Leistungsfähigkeit der Freiwilligen Feuerwehr Ense. Zeit und Ort der Übung waren geheim gehalten worden, um ein realistisches Bild über die Ausrückezeiten der einzelnen Löschgruppen zu erhalten.

Nach drei Stunden konnten alle Einsatzkräfte dann wohlbehalten in ihre Standorte zurückkehren.

Die Wehrübung nutze die Freiwillige Feuerwehr Ense auch für eine besondere Überraschung. Dem langjährigen Leiter des DRK Ense, Klaus Vielberg, wurde die Feuerwehr-Ehrenmedaille verliehen. Mit der Feuerwehr-Ehrenmedaille werden verdiente Persönlichkeiten geehrt, die nicht aktiv der Feuerwehr angehören.

Ehrung Klaus Vielberg

Für die Verleihung war eigens der stellvertretende Kreisbrandmeister Bernhard Löer nach Ense gekommen.

Klaus Vielberg war über 30 Jahre Leiter der Ortsgruppe Ense und hat in dieser Zeit das DRK Ense geprägt und gestaltet.  Er war federführend bei der Einführung des  Beteiligungskonzeptes des DRK bei Feuerwehreinsätzen -das erste Konzept seiner Art im Kreis Soest. Hierdurch konnte eine möglichst schnelle und lückenlose Betreuung der Betroffenen, aber auch der Feuerwehrkräfte sichergestellt werden.

Weiterhin war Klaus Vielberg und das DRK Ense immer ansprechbar für Übungen oder bei der Ausbildung „Erste Hilfe“.

Die gute Zusammenarbeit wurde insbesondere durch Klaus Vielberg in seiner ruhigen und sachlichen Art und seiner hohen Fachkompetenz gefördert.

Natürlich setzt die Feuerwehr Ense darauf, auch in Zukunft mit Klaus Vielberg und dem DRK Ense so positiv zusammenarbeiten zu können.